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lpentour mit dem Rennrad und netten Jungs von der RSG von Sonthofen nach Torbole am Gardase

                      27.07.2013

 

Bei einer Ausfahrt in der kalten Jahreszeit haben der Kommander und Ich beschlossen ein Team für eine Alpenüberquerung zu organisieren. Die vermeintlichen Helden wurden angesprochen und es waren alle von der Idee begeistert. Leider musste der Fuchs aus beruflichen Gründen absagen.

Letztlich setzte sich das Team aus Andreas(Kommander) und Andreas(Ansani), Peter(Black Mamba), JensVdE und Jürgen zusammen. Die Reise wurde für den 27. Juli bis 2. August geplant.

Andreas (im weiteren nur noch Ko=Kommander genannt) widmete sich der großen Herausforderung der Streckenplanung. Starten wollten wir irgendwo in Bayern und am Gardasee ankommen.

Ein erstes Treffen fand statt und die geplante Route von Ko wurde besichtigt. VdE hatte verschiedene Einwände wegen der Tageskilometer und Höhenmeter, so dass die Strecke noch einmal in Augenschein genommen wurde und der Ausritt über die Schweiz aus dem Programm gestrichen wurde. Somit wurde die Streckenführung um einige Kilometer und auch Höhenmeter reduziert.

Aber wie wollten wir Gepäck transportieren? Was konnten wir im Rucksack mitschleppen und wie kommen wir nach Sonthofen und vom Gardasee wieder zurück? Fragen über Fragen, die sich aber schnell beantworten ließen. Jürgen hat den Vereinsbus des WSV 21 organisiert. Die Triathlonregionalligamanschaft des WSV hat an unserem Startwochenende auf den Bus verzichtet und ist mit privaten PKW's zum Wettkampf gefahren.

So konnten wir von Wolfenbüttel aus mit
4 Personen und dem gesamten Gepäck inklusive Fahrräder nach Sonthofen fahren.

Gesagt getan! Jeder traf seine individuelle Reisevorbereitung und es wurden im Vorfeld noch ordentlich Kilometer geschrubbt um den Anforderungen der Reise gerecht zu werden. Zeit hatten wir ja noch genug.

Dann ging's endlich los.

Am 26. Juli den Bus geholt. Gepäck und Fahrräder verladen und auf eine kurze Nacht vorbereitet.

Der Wecker klingelte bei mir schon verdammt früh. Aufstehen, ein bißchen Frühstücken und ab gings zu Jens. Danach Ansani und Peter eingesackt und los ging dir Tour. Das Wetter war ideal und auch die Vorhersagen für die Woche in den Alpen waren gut.

Der Ko war ja schon seit einer Woche in Kemptem im Urlaub und hatte unseren Treffpunkt in Sonthofen, eine Bäckerei, als Treffpunkt ausgewählt. Da konnten wir dann gleich ordentlich frühstücken und uns auf die erste Etappe vorbereiten.

Nach langer Fahrt, etwas müde und abgespannt, waren wir dann pünktlich wie verabredet am Vormittag am Treffpunkt und wurden vom Ko schon erwartet. Das Frühstück wurde schon in freudiger Erwartung auf die erste Etappe eingenommen. Dann endlich, umziehen, Fahrräder aus dem Bus geholt und los ging's. Bei schönstem Wetter und ordentlicher Hitze ging es auf die erste Etappe von Sonthofen nach Imst. Für diese Etappe standen "nur" 86 KM und ca. 1500 HM auf dem Plan. Der Ko saß im Bus und wir konnten die Landschaft und die Berge im Hintergrund genießen. Ein paar kleine Anstiege waren schon dabei und ganz plötzlich auch ein kleines Gewitter. Also Regenklamotten an und weiter gings. Nach kurzer Fahrt war der Spuk schon wieder

vorbei. Regenklamotten aus und weiter. Irgendwo eine kleine Rast in einem netten Kaffee eingelegt und dann ging es an die erste Prüfung. Das Hahntenjoch mit 1884 m Höhe erwartete uns. Oben angekommen haben wir die Aussicht genossen und dann ging es weiter auf die erste Abfahrt. Imst war noch ungefähr 20 Km entfernt und die ganze Strecke ging es mächtig bergab. Einfach geil. In Imst angekommen sind wir quasi in unsere erste Unterkunft reingefahren. Die Pension Weirather lag direkt an der Einfallstraße. Einchecken, Duschen und gegenüber gab es ein nettes Restaurant in dem wir unseren Hunger und Durst stillen konnten.

Nach dem Frühstück wurden die Vorbereitungen für die nächste Etappe getroffen. Ich war mit dem Bus dran. Also alles einladen, die Jungs überprüften noch einmal ihre Drahtesel und schon ging es los in Richtung Schleiß über die Pillerhöhe(1558m), auf den Inntalradweg, Nauders, Reschenpaß und auf dem Etschtalradweg vorbei am Reschensee nach Schleiß im Vinschgau. Hört sich alles easy an, war es aber nicht. Der Tag war tatsächlich einer der Heissesten. 38° waren teilweise drin. Auf der Pillerhöhe haben wir eine längere Pause eingelegt. Der Ausblick von hier genial. Jens hat erstmal eine Moppedfahrerin aus München vollgetextet. Wir anderen waren mit Ausblick, Fotos und schwitzen beschäftigt. Auch ich. Ich bin nämlich zur Pillerhöhe mit dem Bus vorgefahren, habe mich zackig umgezogen und aufs Rad geschwungen und bin den Jungs entgegen gefahren um dann den Anstieg zur Pillerhöhe mit zu machen. Nach der Pause ging es auf eine schöne Abfahrt ins Tal. Der Bus und ich sind vorgefahren in Richtung Reschenpaß. Mitten auf dem Reschenpaß kam der Anruf: Wir brauchen Werkzeug, Flickzeug, Felgen!!! Was war passiert! Bei den Temperaturen sind den Jungs auf der Abfahrt ein paar Reifen geplatzt!! Wer hätte das gedacht. Also den Bus gewendet und zurück gefahren. Da standen sie in der Sonne, die Matadore mit ihren verletzten Stieren. Nachdem auch diese Hürde beseitigt war ging es weiter. Der Bus wieder vorweg. Bis zur nächsten Unterkunft in Schleiß, einem kleinen Kaff in der unmittelbaren Nähe zu Burgeis. Hier gab es aber keine Unterkunft, weil ein Chorfest den Ort zimmertechnisch

lahmgelegt hatte. Aber Schleiß war auch nicht schlecht. Die Unterkunft super und hier gab es ein tolles Restaurant in dem es sich prächtig speisen ließ. Und so mancher Schluck Wein, Grappa und ähnliches Zeug fand seinen Weg zu uns und in uns hinein. Vor der Königsetappe(Stilfserjoch) am nächsten Tag war das eigentlich nicht gut, aber wir hatten mächtig Spaß

Der nächste Morgen: Wetter prächtig, Frühstück gut, alles ließ auf einen tollen Tag schließen. Jens hatte das Los für den Bus gezogen. Wir anderen machten uns auf den Weg(Radweg), es ging immer an der Etsch entlang. Super Radweg!! Dann leichte Steckenverwirrung, aber ein Radler der von einem Campingplatz kam wies uns den Weg mit der frohen Botschaft, dass es erst gegen Mittag regnen sollte. Dann wären wir ja trocken auf dem Stilfserjoch!!!!! Aber auch er hatte die Rechnung ohne das echte Wetter gemacht. Wir waren noch nicht ganz in Prad, der Himmel wurde dunkler und auf dem Weg zum Anstieg fing es an zu regnen und die Temperaturen gingen auch in den Keller. In Gomagoi hat sich die Black Mamba in den Bus verzogen. Weitergefahren sind die beiden Andreas und ich. Dann kam die Kehre 48!!! Und das Runterzählen bis auf Null wurde gestartet. Ansani hat dann die Spitzenposition übernommen und ist hochgedüst. Der Kommander ist ihm dichtauf gefolgt. Ich kam auch irgendwann oben an. Da waren die Jungs schon wieder warm. Regen, Wind und Kälte haben den Aufstieg zum Pass nicht zum Vergnügen gemacht - aber wir sind hoch gefahren. Das kann uns keiner nehmen. Wir haben unseren Schweinehund, auch bei den Bedingungen, besiegt. Das macht mich und ich glaube auch die Anderen verdammt stolz. Die Abfahrt vom Joch nach Santa Caterina Valfurva war dann ein echtes Vergnügen für die Radler. Aber auch der Busfahrer hatte Spaß. Der Busfahrer hatte getauscht. Ich habe meine Pfoten nicht warm bekommen und konnte weder die Bremsen noch die Schaltung betätigen. Also kam Jens in den Genuß die Abfahrt mit dem Rad zu absolvieren. Ich im Bus. Black Mamba auf dem Copilotensitz. Die Abfahrt war Spaß ohne Ende. Aber ich glaube die Jungs auf dem Rad

hatten mehr Spaß!!!! Unsere Reise ging an diesem Tag bis in den beschaulichen Ort Santa Catarina Valfurva in das Hotel Meuble Adler. Auch hier wieder einchecken, Restaurant suchen und die geleerten Körperspeicher auffüllen.

Die nächste Etappe führte uns über den Gaviapass über Ponte di Legno und den Passo Tonale nach Monteclassico. Der Morgen startete wie immer. Frühstück, Auto beladen, Räder fertig machen, Route noch einmal kurz besprechen und der Chauffeur, heute Ansani, fuhr den Bus aus der großzügigen Hotelgarage. Unsere Route führte uns zurück in den Ort Catarina Valfurva auf die SS 300 in Richtung Gaviapass. Der Tag war wieder sehr schön und auch morgens schon heiß. Und die Strecke startete gleich mit vielen Serpentinen und mächtigem Anstieg gen Gaviapass. Die Landschaft und der Ausblick nach allen Seiten war wiedereinmal hervorragend und ließ keine Wünsche offen. Da oben war es trotz Sonne doch ein wenig schattig und wir mussten schon unsere Jacken überstreifen um nicht auszukühlen. Es gab viel zu sehen, Büste von Fausto Coppi und in der Gaststätte alle möglichen Bilder zum Giro Italia, der ja auch regelmäßig diesen Paß überquert. Die Abfahrt war schon der Hammer. Sehr engen Serpentinen, weite Blicke in die Tiefe, ich kramte mal wieder ein bisschen Höhenangst aus und fuhr bis die Straße etwas breiter wurde, den Anderen hinterher. Ansani hat in den engen Kehren auch gut zu kämpfen gehabt. Dann wurde die Straße breiter, die Jungs haben auf mich gewartet und die Temperaturen schnellten in die Höhe. Die Abfahrt war dann das reinste Vergnügen. Als nächstes hechelten wir auf den Passo Tornale(1884 m) und genehmigten uns eine kleine Pause. Vom Passo Tornale ging es dann in einer rasanten Abfahrt über eine verdammt lange Strecke zügig bergab. Wir waren schneller als der Autoverkehr und so manches Überholmanöver war schon geil. Das war Spaß pur!!! In Monteclassico zum Hotel durchgeschlagen und auf Ansani gewartet. In der Hitze trinkt der gemeine Radler erstmal ein Bier, oder? Dann kam auch Ansani und wir hatten endlich unsere Papiere und konnten einchecken.

Leichte Reparaturen an meinen Rad durchgeführt und dann ab ins nächste Restaurant und auffüllen. Alles - Flüssigkeiten und Festes!!! Und nur noch eine Etappe und wir sind am Lago!!!

Der Morgen ist irgendwie anders. Wir sind etwas aufgeregter! Wann und wo bekommen wir ihn zu sehen? Bis dahin hatten wir aber noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Der Passo Campo Carlo Magno (1702 m) wartete noch auf uns. Auch die Strecke fing natürlich mit ordentlichem Anstieg an. Lange ging es durch den Wald Richtung Madonna die Campiglio. Da oben war es auch sehr schön und warm. Einen Cappu eingenommen und dann eine schöne lange Abfahrt zum Genießen. In Ponte Arche haben wir dann den letzten Halt vor dem Gardasee eingelegt. Eine Weile auf den Kutscher gewartet und dann ging es weiter. Hinter jeder Kurve den Ausblick auf den See vermutet. War aber noch lange nicht so weit. Dann doch Wasser!! Es war aber der Lago di Tenno. Auch schön, aber nicht das was wir sehen wollten. Dann nach unendlicher Anspannung gaben die Berge einen kleinen Blick auf den See frei. Geschafft!!! Weit oberhalb von Garda hatten wir einen fantastischen Ausblick auf den See. Kameras raus und fotografiert was das Zeug hält. Jens vor dem See, Ansani vor dem See, Kommander vor ….. usw. Und alle vor dem See. Nachdem wir uns sattgesehen haben gehen wir die letzte tolle Abfahrt an. Bis nach Garda geht es nur stetig in tollen Serpentinen und Kurven bergab. Den Bus in einer Seitenstraße abgestellt und alle gemeinsam per Rad zum Teich gefahren. Nicht das Erstbeste, aber schon eins der ersten Cafe's aufgesucht und Weizen, Eis und so weiter bestellt und genossen. Das Wetter super, Hitze am Gardasee und unsere Weiterfahrt nach Torbole war völlig entspannt. Das Hotel war ein wenig tricki zu finden. Aber letztlich doch gefunden. Einchecken und die Dame des Hauses mahnte gleich an, das "Weiber nicht mit aufs Zimmer kommen". Sie war eine Berlinerin, die vor fast 50 Jahren Deutschland verlassen hatte und der dieses Hotel gehörte. Wir genossen die nächsten

zwei Tage am Lago mit individueller Gestaltung am Tage. Baden im Teich, Eis schlemmen und natürlich auch ein bisschen radeln. Und Spaß hatten wir natürlich auch reichlich. Kann man sich ja denken, oder?

Und abreisen mussten wir auch. Schweren Herzens und mit vielen Eindrücken, zig Fotos von der Reise, etwas kräftigeren Schenkeln, Olivenöl, Wein und Grappa im Gepäck ging es dann auf die Heimreise. Eine schöne, anstrengende und erlebnisreiche Woche war zu Ende. Für mich steht fest: Die Tour mach ich noch einmal - aber mit dem Motorrad. Und mein nächstes Ziel sind die französischen Alpen. Das könnt ihr wissen.
 

Danke an die Jungs für eine harmonische Tour ohne Stress!!!

 

 

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Harzumrundung mit den Sonntagsfahrern 01. und 02.06.2013

Hallo RSGler,

als Neuling bei den Sonntagsradlern wollte ich noch einmal eine kurze Rückmeldung zu unserer gemeinsamen Harzumrundung geben.

Erst einmal vielen Dank an Andreas für die detaillierte und gute Organisation.
Es hat mir trotz aller Wetterwidrigkeiten unheimlich viel Spaß gemacht. Der Zusammenhalt und das "aufeinander aufpassen" hat mich schon beeindruckt und dass der Spaß neben dem Fahrradfahren nicht zu kurz kommt, hat der Abend im Rüssel Pup sehr heftig gezeigt.

Wenn es irgendwie geht bin ich im nächsten Jahr sicher wieder mit dabei.
Am Montag waren die Beine auf dem Weg zur Arbeit noch ganz schön "dick", aber das hält uns ja nicht ab.

Viele Grüße
Jörg

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Fahrt auf den Mont Ventoux 20.05.2013

Wie auch im vergangenen Jahr fuhr ich mit meinen beiden Freunden in die Cevennen (Frankreich) um eine Woche unbeschwert Motorrad zu fahren. Im letzten Jahr wollte ich schon mein Rennrad mitnehmen um auf den Mont Ventoux(1912m) in den Provenzalischen Voralpen zu fahren. Das fanden meine Freunde nicht gut. In diesem Jahr war mir das egal und ich bin auf den Berg gefahren.

Dieser Berg ist in diesem Jahr Teil der Tour de France und kein geringer als Contador hat über den Anstieg von der Nordwestseite gesagt, er sei hart, lang, steil und der eisige, starke Wind macht allen mächtig zu schaffen.

Im Vergleich zur flachen Südseite fällt der Mont Ventoux nach Nordwesten und vor allem nach Nordosten hin deutlich steiler ab. Das ganze Jahr hindurch muss man allerdings mit einem starken und besonders im Sommer sehr kalt wirkenden Wind, dem Mistral, rechnen. Das sollte ich noch deutlich zu spüren bekommen.

Den 22 Km langen Aufstieg zum Berg startete ich in Malaucene, einer Stadt die von Radfahrern aus allen Regionen Europas bevölkert war. Die Straßencafes waren morgens schon voll besetzt. Alles Verrückte! Genau wie ich!
Nachdem ich mir noch einen Helm(zu Hause vergessen) und Beinlinge gekauft hatte ging es los. Fahrrad aus dem Auto, Klamotten angezogen, nicht zu viel, es war ja warm und los ging es.
Ich hatte mir den nordwestlichen Anstieg gewählt, der, so sagt man, der steilere ist.
Anfangs fuhr ich alleine. Nach kurzer Zeit gesellte sich eine Gruppe Triathleten/innen aus Mannheim dazu auf die ich auffuhr. Kurz geschnackt und schon war einer mehr in der Gruppe. Nach 2 Kilometern war mir aber das Tempo zu langsam. Ich bin ja keine Bergziege, aber mein Tempo muss ich fahren. Also verabschiedete ich mich aus der Gruppe und weiter ging es. Der Anstieg ist schon recht steil und da ich noch nicht richtig warm war, war mein Puls entsprechend hoch. Nachdem mein Körper sich an die Dauerbelastung gewöhnt hatte, pendelte sich der Puls bei ca. 135 ein und ich konnte eine relativ gleichbleibende Belastung auf die Pedale bringen. Die vielen knackigen Rampen sorgten für zusätzliche Belastungen, die schon hart an der Grenze waren. Die normale Übersetzung meines Rades 11-25 ist für so einen Trip schon hart aber dank vorne 3fach ließ sich alles treten. Ab und zu konnte man den schönen Ausblick in die Landschaft genießen. Es war klares Wetter und im Nordwesten konnte man die Alpen mit den schneebedeckten Gipfeln sehen. Ein Ausblick den man nicht vergisst.
Ab und an kamen echte Bergziegen an mir vorbei mit aufmunternden Sprüchen. Das tut unendlich gut.
Dann endlich, die Bewaldung war zu Ende und der Blick auf den Gipfel war frei. Es lag aber noch eine gewaltige Strecke dazwischen. Die Baumgrenze liegt bei ca. 1100 m.
Es wurde immer kälter, 4° am Gipfel, der Wind wurde stärker, die Hände kalt trotz Fingerhandschuhen und der Rotz lief ununterbrochen aus der Nase. Aber weiter ging es stetig und ohne Probleme. Auf dem letzten Steilstück schoben viele ihr Fahrrad oder saßen an der Seite, weil sie der Mut oder die Kraft verlassen hatte. Einige wurden auch von Begleitfahrzeugen aufgenommen. Ich fuhr immer weiter und konnte auf den letzten 5 km viele Fahrer ein- und überholen. Langsam kroch trotz der Belastung die Kälte in den Körper. Der eisige Wind trug seinen Teil bei. Gorejacke drüber damit wenigstens der Wind nicht mehr so durchging. Dann endlich die letzten 2 km mit steilem Anstieg. Meine Beine verrichteten ihre Arbeit ohne zu Mucken. Die Ernährung unterwegs war wohl doch gut. Dann die letzte Kurve - Fotografen, Radfahrer alle standen am Ende der kurzen Graden vor dem Gipfel und feuerten alle an, die den Punkt erreicht hatten. Jeder ließ sich ablichten und dann ging es noch einmal auf das Rad um die letzten 200 Meter bis zur Gipfelstation zu fahren. Eiseskälte und ein wahnsinniges Glücksgefühl machten sich um und in meinem Körper breit. Ich war oben! Noch ein paar Fotos geschossen, ablichten lassen, Erfahrungen mit anderen Radlern ausgetauscht. Ich wurde von einigen nach meiner Zeit gefragt und habe gehört, die Zeit sei gut für den Aufstieg von der Nordwestseite.
Das ließ meine Glückshormone noch mehr in Wallung bringen.
Die Kälte nahm langsam mehr und mehr von meinem Körper Besitz. Also Mütze unter den Helm, Beinlinge, Armlinge und Jacke an und dann ging es an den Abstieg auf der südöstlichen Seite. Der Mistral war noch stärker geworden und die ersten knapp 700 Höhenmeter auf dem Rad wurde ich hin und her geschubst. Rad rollen lassen? Das ging gar nicht. Die Bremsen fest im Griff und angezogen konnte ich mich nur vorsichtig rollen lassen. Die Schläge, die der Wind von allen Seiten verteilte, machten eine schnelle Abfahrt unmöglich. So ging das bis zur Baumgrenze. Die Kälte war unerträglich und mein Rad zitterte mit mir im Einklang, so dass ich nicht wusste ob mein Rad instabil ist oder ich so doll zitterte, dass mein Rad gar nicht anders konnte als mit zu vibrieren.
Den anderen Abwärtsfahrenden ging es nicht anders. Einige stiegen vom Rad und schoben ihr Rad, dicht am Berg um nicht auf der anderen Straßenseite in den Abhang zu stürzen. Höllentour!!! Dann endlich die Baumgrenze. Der Wind hatte nicht mehr den Einfluss und das Rad konnte etwas schneller rollen. Aber die Kälte, die von meinem Körper Besitz ergriffen hatte wollte nicht weichen. Nicht sehr schnell aber stetig ging es bergab und ganz langsam wurde es auch wärmer. Plötzlich war auch der Wind fast weg, endlich die Bremsen los und rollen. Dann endlich unten angekommen. Die Rücktour nach Malaucene war dann sehr schön und entspannt. Die Landschaft sehr schön, seichte Hügel, ein Col mit knapp 600 Höhenmetern lag noch dazwischen und der sorgte dann endlich dafür dass meine Körpertemperatur wieder normal wurde. In Malaucene noch mit einem Mt. Ventoux Finisher Shirt belohnt und ab ging es zurück nach St. Julien de Peyrolas um noch ein bisschen an der Ardeche Mopped zu fahren.

Die Tour findet ihr unter dem Track

http://tracks.just4sports.de/map.do?fileId=ycfherorgdcibdbf

 

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